Wer keine Umsatzsteuer ausweist, muss auf jedem Beleg sagen warum – mit genau der Formulierung, die das Gesetz erwartet. Du wählst deine Besteuerungsart einmal, den Rest übernimmt die App.
Kleinunternehmer: kein Steuerausweis, Entgelt in einer Summe, Hinweis nach § 19 UStG
Differenzbesteuerung: Hinweis nach § 25a UStG, Steuernummer oder USt-IdNr. verpflichtend
Steuer, die im Ausland wirklich geschuldet ist (OSS, UK-VAT), wird trotzdem ausgewiesen
Kleinunternehmer (§ 19 UStG)
Seit der Reform 2025 ist der Kleinunternehmer-Umsatz steuerfrei, nicht mehr „nicht erhoben“. Die App verwendet die aktuelle Formulierung und verzichtet auf alles, was nach Steuerausweis aussieht.
Keine Steuersatz-Spalte, kein „0 %“ – das Entgelt steht in einer Summe (§ 34a UStDV)
Hinweis „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet (Kleinunternehmerregelung)“ auf Rechnung und Gutschrift
Berechnet Shopify versehentlich Steuer, wird der Beleg ohne Steuer ausgestellt und der Fall dir zur Prüfung vorgelegt
E-Rechnung: Kleinunternehmer müssen nur empfangen, deshalb wird keine XML eingebettet
Differenzbesteuerung (§ 25a UStG)
Für Gebrauchtwaren, Kunst und Sammlerstücke. Die Marge ist Bemessungsgrundlage, der Kunde sieht keinen Steuerbetrag.
Hinweis „Die Lieferung unterliegt der Differenzbesteuerung nach § 25a UStG …“ auf jedem Beleg
Speichern nur mit Steuernummer oder USt-IdNr. – § 14 Abs. 4 Nr. 2 UStG verlangt eine der beiden
Voraussetzung: Produktpreise in Shopify brutto ohne separat ausgewiesene Steuer
Wird auf einer Bestellung Steuer berechnet (Verzicht nach § 25a Abs. 8), legt die App die Lesart zur Bestätigung vor
Gut zu wissen
Im DATEV-Buchungsstapel lässt sich die Differenz nicht buchen – der Einkaufspreis ist der App unbekannt. § 25a-Umsätze werden brutto auf einem eigenen Konto übergeben, die Margenermittlung bleibt bei der Kanzlei.
Verkaufst du überwiegend Kunstgegenstände oder Antiquitäten und brauchst eine andere gesetzliche Formulierung, melde dich beim Support.
Software, keine Steuerberatung: Wir sind keine Steuerberater: Easy Invoices wendet die hinterlegten Regeln auf die Daten deines Shops an – die steuerliche Prüfung deiner Belege bleibt bei dir und deiner Kanzlei. Details in § 2a der AGB
Häufige Fragen
Ich bin Kleinunternehmer und verkaufe nach Österreich. Was passiert über der OSS-Schwelle?
Dann schuldest du österreichische Steuer, und die weist die App aus – § 19 gilt nur für deutschen Umsatz und tritt zurück, wenn im Zielland wirklich Steuer geschuldet ist. Der Beleg zeigt den Satz und den OSS-Hinweis.
Warum verlangt die App bei § 25a eine Steuernummer?
Weil § 14 Abs. 4 Nr. 2 UStG auf jeder Rechnung entweder Steuernummer oder USt-IdNr. verlangt und ein § 25a-Beleg ohne Steuerausweis sonst keine Angabe trüge, an der das Finanzamt dich erkennt.
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